Fertighaustypen: Musterhäuser erleichtern die Entscheidung

Wo kann man in Deutschland Musterhäuser besichtigen? Kann man auch ein Musterhaus kaufen? Welche Stilrichtungen gibt es bei den Musterfertighäusern?

Wenn man sich für den Kauf eines Fertighauses interessiert, sollte man sich zunächst Anregungen holen und Informationen sammeln. Ein Vergleich verschiedener Anbieter erfolgt zunächst am besten über das Internet, zu diesem Zweck gibt es viele hilfreiche Seiten. Im nächsten Schritt kann man auch mehrere Kataloge gratis anfordern, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Empfehlenswert ist dann immer die Besichtigung von Musterhäusern, denn bei dieser Gelegenheit kann man sich von der Qualität der Häuser überzeugen und zudem auch eigene Ideen bezüglich der gewünschten Gestaltung entwickeln.

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Besichtigung von Musterhausparks in Deutschland

Neben einem Musterhausbesuch gibt es auch Fertighausaustellungen, bei denen man sich von jedem Detail selbst überzeugen kann. (Foto: Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) / Fingerhut Haus GmbH & Co. KG)
Neben einem Musterhausbesuch gibt es auch Fertighausaustellungen, bei denen man sich von jedem Detail selbst überzeugen kann. (Foto: Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) / Fingerhut Haus GmbH & Co. KG)

Quer über Deutschland verteilt gibt es überall Fertighaus-Parks, in denen man die Musterhäuser verschiedener Hersteller unter die Lupe nehmen kann. Es macht also durchaus Sinn, mit dem Partner oder der ganzen Familie einen Tagesausflug zu einem dieser Parks zu planen. Musterhausparks gibt es unter anderem in Chemnitz, Wuppertal, Köln, Mannheim, Offenburg, Ulm, Erfurt sowie in der Nähe von Hamburg, Nürnberg, Würzburg, München, Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Koblenz, Hannover und Leipzig. Wer sich für ein bestimmtes Fertighaus interessiert und ein Musterhaus dieses Typs besichtigen möchte, kann unkompliziert einen Termin mit dem Hersteller vereinbaren und ein einzelnes Musterhaus besichtigen oder dieses an Tagen der offenen Tür ohne Terminvereinbarung besichtigen.

Lohnt sich der Kauf eines Musterhauses?

Viele angehende Bauherren sind der Meinung, dass sie noch mehr sparen können, wenn sie direkt ein Musterhaus kaufen. Grundsätzlich ist es natürlich möglich, auch Musterhäuser aus einem Fertighaus-Park irgendwann abzukaufen, es müsste dann demontiert und auf dem eigenen Grundstück wieder aufgebaut werden. Doch das kann mit einigen Hürden verbunden sein und ist im Endeffekt nicht immer eine Ersparnis.

Zunächst gilt auch ein gebrauchtes Haus, wenn es woanders wieder montiert wird, als Neubau, um eine Baugenehmigung kommt man also nicht herum. Ist das Musterhaus schon einige Jahre alt, so kann es sein, dass es nicht mehr den aktuellen Vorschriften für Neubauten entspricht, so dass man es gar nicht an anderer Stelle aufbauen darf. Teilweise ist in diesem Fall eine Nachrüstung möglich, wie zum Beispiel eine Wärmedämmung oder der Einbau neuer Fenster, das kostet jedoch extra. Will man das Musterhaus in einem bestimmten Gebiet aufstellen, so kann es sein, dass es dort lokale Vorschriften vom Bauamt z. B. bezüglich der Dachform gibt, oder das Musterhaus überschreitet die Bebauungsgrenze evtl. auch nur um wenige Zentimeter.

Wird ein Musterhaus abgebaut, so muss alles demontiert werden, dabei, und auch beim Transport, können Schäden entstehen. Dabei müssen

  • Bodenplatte- und -beläge vor Ort bleiben,
  • Leitungen für die elektrische Installation müssen gekappt werden,
  • Verkleidung und Dämmung müssen aus dem Dachstuhl entfernt werden, denn es handelt sich nicht um ein Fertigteil, sondern um einzelne Balken.

Bei angelieferten Musterhäusern handelt es sich also quasi um Ausbauhäuser, es sind also am neuen Standort jede Menge Arbeiten notwendig. Grundsätzlich lohnt sich der Kauf von Musterhäusern finanziell nur, wenn man wirklich ein guter Heimwerker ist und den Ausbau größtenteils selbst vornehmen kann, ansonsten legt man zwangsläufig drauf.

Übersicht über typische Musterhäuser

Was für ein Fertighaus man letztendlich bauen lässt, das hängt vom eigenen Bedarf und den persönlichen Wünschen und Vorlieben ab. Nach einem sorgfältigen Vergleich des vielfältigen Angebotes, sollte jeder sein individuelles Traumhaus finden können. Folgende Musterhäuser gehören in Deutschland zu den bekanntesten und aktuell beliebtesten Musterhäuser:

Musterhaus 1: Die luxuriöse Stadtvilla

Wer es gerne etwas luxuriöser und edel mag, der wird sich in einer Stadtvilla besonders wohlfühlen. Für den Bau einer Villa, die immer freistehend errichtet wird, braucht man auf jeden Fall ein sehr großes Grundstück. Bei einer Villa denkt man zunächst eher an ein historisches und sehr prunkvolles Gebäude, doch kann man eine Stadtvilla auch im ganz modernen Stil bauen. Eine Stadtvilla, die in der Regel mit einem Walmdach versehen wird, sollte immer möglichst viel Komfort bieten und schön hell und lichtdurchflutet sein, sie steht für einen gehobenen Lebensstil.

Musterhaus 2: Das norddeutsche Friesenhaus

Vor allem in Norddeutschland sehr beliebt ist das Friesenhaus, das man ebenfalls in Fertigbauweise errichten lassen kann. Es kann nicht nur als gemütliches Einfamilienhaus realisiert werden, sondern auch als Doppel- oder Mehrfamilienhaus. Bei der Form des Daches hat man die Wahl zwischen Walm-, Krüppelwalm-, Sattel-, oder dem typischen Reetdach. Das Friesenhaus passt am besten in ländlichere Gegenden und kann mit Natursteinfliesen, Holzdielen, den typischen Farben und Stiltüren gestaltet werden.

Musterhaus 3: Amerikanische Fertighäuser

In Deutschland noch eher wenig verbreitet sind amerikanische Häuser in Fertigbauweise. Das Landhaus im amerikanischen Stil ist sehr großzügig geschnitten und hat eine noble Optik. Typisch sind der symmetrische Schnitt, mehrere Gauben und die überdachte Veranda an der Vorderfront, innen gibt es natürlich eine imposante Treppe. Die amerikanischen Häuser sind meistens aus Holz gebaut und haben eine direkt angeschlossene Garage mit direktem Zugang vom Haus.

Musterhaus 4: Skandinavisches Schwedenhaus

Das Schwedenhaus hat etwas von der Romantik alter Pipi-Langstrumpf-Filme. Das skandinavisches Landhaus wird komplett aus Holz errichtet, kann aber auch ganz moderne Züge haben. Die Räume in diesem charmanten Haus sind schön großzügig gestaltet und mit viel Liebe zum Detail, typisch ist eine kleine Veranda am Eingangsbereich. Schwedenhäuser können aber auch gut als ganz kleines Einfamilienhaus umgesetzt werden und somit auch als Feriendomizil dienen.

Musterhaus 5: Mediterrane Finca-Häuser

Eine ganz andere Ausstrahlung haben mediterrane Musterhäuser, die einen Hauch von Urlaub versprühen. Vom kleinen Bungalow bis hin zum Mehrfamilienhaus mit mehreren Stockwerken ist alles machbar. Wenn es um den mediterranen Baustil geht, dann gibt es unzählige Möglichkeiten, so vielfältig wie die Länder rund um das Mittelmeer eben sind. So kann man sich zum Beispiel an einer mallorquinischen Finca, einem Haus in der Toscana, einem Landhaus der Provence oder dem klassischen, griechischen Baustil orientieren, oder auch verschiedene Einflüsse miteinander kombinieren.

Musterhaus 6: Das platzsparende Singlehaus

Lebt man alleine oder als Paar, so kann man sich auch für ein besonders kostengünstiges Singlehaus entscheiden. In diesem Haus, das eine Wohnfläche von weniger als 100 qm hat, muss man auch auf kleinem Raum nicht auf allen möglichen Komfort verzichten.

Weitere Musterhäuser und Fertighausstile

Neben diesen typischen Musterhäusern gibt es noch eine Vielzahl weiterer, beliebter Musterhaustypen. So bieten Fertighäuser im Bauhausstil eine extravagante Architektur als Bungalow, Stadtvilla oder Mehrfamilienhaus. Oder das Finnhaus, neben dem Schwedenhaus, der wohl beliebteste Holz-Haustyp im Norden.

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Weitere Informationen über Musterhäuser

  • Musterhausparks in Deutschland
  • Tipps zum Kaufen eines Musterhaus
  • Die schönsten Traumhäuser
  • Amerikanische Fertighäuser
  • Mediterrane Finca-Häuser

"Alle Musterhäuser im Überblick" wurde am 01.03.2015 verfasst und am 19.08.2015 das letzte Mal aktualisiert.